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Der neue Tagungsband zur Jahrestagung 2019 ist online:

Christoph Benke (Hg.)
Gott im Antlitz des Anderen. Die Spiritualität der Mönche von Tibhirine
Studien zur Theologie der Spiritualität 4
Online-Publikation, ISSN: 2520-0569

Im März 1996 während des algerischen Bürgerkriegs wurden die Mönche des Trappistenklosters Notre-Dame de l'Atlas in Tibhirine (Nord-Algerien) entführt und später ermordet. Ihr Schicksal wurde durch den vielfach preisgekrönten Film "Von Menschen und Göttern" (2010) einem breiteren Publikum bekannt. Im Dezember 2018 wurden sie sowie zwölf weitere algerische Märtyrer in Oran seliggesprochen.

Das spirituelle Erbe der Märtyrer von Tibhirine ist reich. Herausragende Figur ist der Prior Christian de Chergé und sein „Geistliches Testament“. Im deutschsprachigen Raum hat die Rezeption eben erst begonnen. Ziel der Tagung wareine vorläufige Sichtung und Charakterisierung der „Spiritualität von Tibhirine“. Der Dialog mit dem Islam und die Frage eines Transfers von „Tibhirine“ in christlich-kirchliche Räume, deren historischer Background gänzlich anders ist, kamen ebenfalls zur Sprache.

Am Donnerstag, 17. September 2020, 19.00 Uhr, eröffnet die AGTS ihre Jahrestagung mit einem öffentlichen Vortrag. Dr.in Olga Klimecki-Lenz von der Universität Genf wird dabei zur Wirkung kontemplativer Methoden auf die Gefühle, das Verhalten und die Gehirnaktivität des Menschen referieren.

Lange Zeit galt das Motto: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Doch entgegen dieser Meinung zeigen aktuelle Forschungen, dass man Mitgefühl mit Hilfe von kontemplativen Methoden stärken kann. Das Trainieren von Mitgefühl hat nicht nur einen Einfluss darauf, wie man sich in emotionalen Situationen fühlt, sondern verändert auch messbar die Hirnaktivität und das Verhalten anderen Menschen gegenüber. Der Vortrag fasst den aktuellen Stand der Forschung zusammen und diskutiert, welchen Einfluss das Trainieren von Mitgefühl auf unsere Gesellschaft haben kann.

Dr.in Olga Klimecki forscht seit 2007 zu den Effekten von Mitgefühlstraining. Sie ist Oberassistentin an der Universität Genf und leitet dort zwei Forschungsgruppen: eine zum Einfluss von Meditation auf gesundes Altern und eine zum Einfluss von Emotionen auf die Lösung von Konflikten.

Herzliche Einladung zur AGTS-Jahrestagung 2020! Sie findet von 17. bis 19.09.2020 im Exerzitienhaus Himmelspforten bei Würzburg statt.
Nähere Informationen zu Anmeldung und Programm

Nicht nur in der breiten Öffentlichkeit, sondern auch in der praktischen Seelsorge wird vielfach die Überzeugung vertreten, eine intensive Praxis der Kontemplation führe weg von der alltäglich gelebten Mitmenschlichkeit und Weltverantwortung. Mitunter hört man sogar, Kontemplation sei vor allem eine spirituell umrahmte Form der Selbstbespiegelung.

Aber ist dem tatsächlich so? Welche empirischen Erkenntnisse haben Kognitions- und Hirnforschung der letzten Jahrzehnte über den Zusammenhang von Kontemplation und Empathie gewonnen? Wie weit machen kontemplative Traditionen des Christentums die Achtsamkeit für und das Mitgefühl mit Mitmenschen und Mitgeschöpfen zum Thema? Gibt es „spirituelle Methoden“, um die eigene Empathie zu fördern und weiterzuentwickeln?

Unter Rückgriff auf Natur- wie Geisteswissenschaften, auf geschichtliche wie aktuelle Konzepte christlicher Spiritualität sollen Antworten auf diese Fragen gesucht werden. So kann sich der Blick für eine religionsverbindende Spiritualität öffnen.

Prof. Dr. Michael Rosenberger und Dr.in Kristina Kieslinger

Die diesjährige Jahrestagung wird von 16. bis 18. September 2021 im Haus St. Klara Oberzell bei Würzburg stattfinden.

Thematisch werden das Leben und Wirken der italienischen Heiligen, Mystikerin und Kirchenlehrerein Katharina von Siena (1347-1380) im Mittelpunkt stehen.
Die Tagung wird vorbereitet von Herrn Dr. Gotthard Fuchs und Herrn Prof. Dr. Cornelius Roth.

Gäste sind herzlich willkommen!

Bild: Andrea Vanni, Fresko aus dem 14. Jh.

Ab sofort ist Band 3 der Studien zur Theologie der Spiritualität online zugänglich und kann hier heruntergeladen werden.

Ähnlich wie die Erfindung des Buchdrucks wird die „digitale Revolution", das deutet sich schon im Namen an, als umfassender Paradigmenwechsel für die Gesellschaft angesehen. Dabei umfasst Digitalisierung eine Vielzahl von Prozessen, die alle Lebensbereiche erfassen: Wirtschaft und Verkehr, Landwirtschaft und Ernährung, Gesundheit und Freizeit, Politik, Kunst und Kommunikation. Digitale Medien verändern Beziehungen, Formen der Vergemeinschaftung und das Selbstverständnis von Individuen – und mit diesen nicht zuletzt das Verständnis und die Praxis von Spiritualität.

Die Arbeitsgemeinschaft Theologie der Spiritualität hat sich in ihrer Jahrestagung 2018 unter dem Titel „Spiritualität@Digitalität" der Aufgabe gestellt, das spannungsreiche Feld zwischen Spiritualität und digitalen Medien zu beleuchten. Welche Möglichkeiten, Chancen und Inspirationen, aber auch welche Grenzen, Gefahren und Verführungen bedeuten digitale Medien für die Spiritualität? Inwiefern verändern sich in einer digitalisierten Welt geistliche Beziehungen, Prozesse und Methoden? Welche Auswirkungen hat die Bewegung im virtuellen Raum auf spirituelle Identitäten und Profile?

Diese und andere Fragen wurden auf der Tagung aus den Perspektiven verschiedener theologischer Fächer verhandelt. Die Konzeption und Vorbereitung der Tagung lag in der Verantwortung von Katja Boehme und Anna Findl-Ludescher. Der vorliegende Band vereint die überarbeiteten Tagungsbeiträge der AutorInnen, die sie dazu ausgewählt und eingeladen hatten. Technisch aufbereitet wurde er von Klaus Walchshofer.

Herzliche Einladung zur aktuellen Jahrestagung der AGTS von 12. bis 14. September 2019 im Exerzitienhaus Himmelspforten in Würzburg.

Im März 1996 während des algerischen Bürgerkriegs wurden die Mönche des Trappistenklosters Notre-Dame de l'Atlas in Tibhirine (Nord-Algerien) entführt und später ermordet. Ihr Schicksal wurde durch den vielfach preisgekrönten Film "Von Menschen und Göttern" (2010) einem breiteren Publikum bekannt. Im Dezember 2018 wurden sie sowie zwölf weitere algerische Märtyrer in Oran seliggesprochen.

Das spirituelle Erbe der Märtyrer von Tibhirine ist reich. Herausragende Figur ist der Prior Christian de Chergé und sein „Geistliches Testament“. Im deutschsprachigen Raum hat die Rezeption eben erst begonnen. Ziel der Tagung ist eine vorläufige Sichtung und Charakterisierung der „Spiritualität von Tibhirine“. Der Dialog mit dem Islam und die Frage eines Transfers von „Tibhirine“ in christlich-kirchliche Räume, deren historischer Background gänzlich anders ist, kommen ebenfalls zur Sprache.

Detaillierte Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.

Dr. Martin Kopp und Dr. habil. Christoph Benke

Mit großer Betroffenheit und Anteilnahme haben wir vom Tod unseres Gründungsmitglieds Prof. Dr. Bardo Weiß (1934 – 2018) erfahren.

Bardo Weiß war wesentlich dafür mitverantwortlich, dass die Arbeitsgemeinschaft Theologie der Spiritualität (AGTS) überhaupt ins Leben gerufen wurde. Im Gespräch mit dem damaligen Lehrstuhlinhaber für Exegese des Neuen Testaments in Erfurt, Prof. Dr. Heinz Schürmann, entwickelte er bereits in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre die Überlegung, dem Fach „Theologie der Spiritualität“ sowohl nach innen im Curriculum des Theologiestudiums als auch nach außen in Kirche und Gesellschaft einen größeren Stellenwert zu geben. Beharrlich verfolgte er dieses Ziel und suchte nach Gleichgesinnten, bis 1995 eine kleine ökumenische Gruppe von Wissenschaftlern die Arbeit aufnahm und 1998 die Arbeitsgemeinschaft Theologie der Spiritualität als formelle Vereinigung mit Satzung und Vorstand gründete. Sechs Jahre, von 1998 bis 2004, war Bardo Weiß deren Vorsitzender. Wenngleich er sich danach aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven Mitarbeit zurückzog, blieb er der AGTS doch weiterhin verbunden und unterstützte ihre Arbeit nach seinen Möglichkeiten. Seine großen Publikationen zur deutschsprachigen Frauenmystik des Mittelalters, die alle in die Zeit nach seiner Emeritierung fallen, sind ein akademisches und biografisches Vermächtnis für das, was sein Schaffen ein Leben lang antrieb: Der Wunsch, dem unerforschlichen Geheimnis Gottes näher zu kommen.

Möge jetzt sein Wunsch erfüllt werden, für den er im irdischen Leben Zeugnis abgelegt hat!

Im Namen des Vorstands,
Michael Rosenberger, Vorsitzender

20. bis 22. September 2018, Burkardushaus Würzburg

Ähnlich wie die Erfindung des Buchdrucks wird die digitale Revolution als Paradigmenwechsel für die Gesellschaft angesehen. Digitale Medien nehmen Einfluss auf Beziehungen, Vergemeinschaftungsformen und das Individuum - und mit diesen nicht zuletzt auf das Verständnis und auf die Praxis von Spiritualität. Daher hat sich die Arbeitsgemeinschaft Theologie der Spiritualität mit ihrer Jahrestagung 2018 zur Aufgabe gemacht, das spannungsreiche Feld zwischen Spiritualität und digitalen Medien zu beleuchten.

Welche Möglichkeiten, aber auch welche Grenzen, bieten digitale Medien der christlichen Spiritualität? Was leisten Angebote der Internetseelsorge? Inwiefern verändern sich Beziehungen in einer digitalisierten Welt? Welche Auswirkungen haben die Bewegungen im virtuellen Raum auf religiöse Identität? Diese und andere Fragen werden aus der Perspektive der theologischen Fächer auf der Tagung verhandelt.

Prof. Dr. Katja Boehme
Ass.Prof. Dr. Anni Findl-Ludescher

>> Alle weiteren Informationen zu Programm, Anmeldung, Kosten und Anreise sowie den Flyer zur Tagung als PDF-Dokument finden Sie auf der Seite zur Jahrestagung 2018.

Ab heute ist der Tagungsband der Jahrestagung 2017 online zugänglich und kann heruntergeladen werden. >> Link zur Seite

Corinna Dahlgrün (Hg.)
Tradition und Innovation in der Spiritualität Martin Luthers
Studien zur Theologie der Spiritualität 2, Online-Publikation, ISSN 2520-0569

Die Beiträge dieses Bandes unternehmen den Versuch, die Spiritualität Luthers ebenso in den historischen sowie den heutigen ökumenischen Kontext einzubetten wie auch für sich genommen zu würdigen. Dazu werden einige Aspekte herausgegriffen: die Bedeutung und Verstehensmöglichkeiten der Heiligen Schrift in ökumenischer Perspektive, die Seelsorge angesichts des Todes und die reformatorische Lieddichtung und ihre Rezeption. Der Band bietet zusätzlich Auszüge aus wirkungsgeschichtlich wichtigen Texten Luthers.

2019 wird sich die AGTS in ihrer Jahrestagung dem Leben und Werk der katholischen Geistlichen Christian de Chergé OCSO und Bischof Pierre Claverie OP widmen. Beide gelten als Pioniere des christlich-islamischen Dialogs und kamen 1996 im Rahmen des algerischen Bürgerkrieges ums Leben.

Die Tagung findet von 12.-14.09.2019 im Exerzitienhaus Himmelspforten bei Würzburg statt.

Gäste sind herzlich willkommen! Bitte setzen Sie sich bei Interesse mit uns in Verbindung: Kontakt