10.-12. September 2026, Haus Klara Oberzell Würzburg
Kraftorte. Magische Atmosphären. „Durchbetete“ Räume…
Dass Plätze, Orte, Räume und Bauten nicht einfach nur vorhandene Landschaftsmöbel sind, sondern Wirkungsfelder in und um sich haben, kann man aus solchen – oftmals intuitiven – Bezeichnungen heraushören. Und wer kann sich schon dem Zauber des Kölner Doms, der Pyramiden von Gizeh oder der Athener Akropolis mit dem Blick aufs Ägäische Meer entziehen? Aber auch dies: Wer wüsste nicht in seiner näheren Umgebung von Geraune über gesegnete Äcker, verhexte Wegekreuzungen oder unheimliche Häuser?
Welche Qualität ist es, die so etwas bewirkt? Wer oder was redet mit uns, wenn wir von einem Gebäude oder einer Skulptur zu hören meinen: „Du musst dein Leben ändern…“ (R.M. Rilke, Archaïscher Torso Apollos, 1918)? Die Artefakte menschlicher Arbeit in Kunst und Architektur transportieren gelegentlich mehr Bedeutung als ihre Schöpfer absehen konnten, gelegentlich auch weniger, als sie ausdrücken wollten.
Was also macht einen Raum zu einem spirituellen Raum? Was erhebt ein Kunstwerk über den Status einer Dekoration? Wie kommt der Geist in eine spezifisch angeordnete Materie, die wir eine Skulptur nennen? In einer Zeit, in der über das Schicksal vieler Kirchen und heiliger Räume entschieden und das Verständnis für sakrale Kunst brüchig wird, wollen wir diese grundlegenden Fragen in Würzburg nachgehen.
Gäste sind herzlich willkommen. Weitere Informationen zum Programm und der Anmeldung finden sie hier.
Foto: Johann Neven


